Anna Degenkolb

(1969 Deutschland)

Die industrielle Entwicklung der Materialien und Stoffe öffnet jungen Künstlern neue Perspektiven. Die Arbeit der Künstlerin Anna Degenkolb ist als ein Resultat der Materialität, der Prozedur und nicht zuletzt ihrer persönlichen Empfindung zu betrachten.

Sie geht kein dekoratives Risiko ein und setzt sich lieber mit der Problematik der Unabhängigkeit der Arbeit auseinander. Sie erfindet jedes Mal ihre Gedanken neu und setzt sie in Handlungen um, die nicht unbedingt eine Thematik besitzen. Anna Degenkolb entdeckt die Farbe und ihr Material als industrielles Ready-made: Plastik, Folien, künstliche Stoffe, Textilien.

Die Installationen sind ohne Rahmen, Sockel und auch ohne bevorzugte Sichtweise, nichts trennt sie von ihrer Umgebung. Es sind Orte der Materialität, der Konfrontation der Künstlerin mit Strukturen und Formen, die sie in einer Syntax formuliert oder zusammen bringt.

Hier bekommt das Produkt industrieller Techniken weder Bedeutung noch Funktion, sondern ist ein Ausdruck der Gedanken. Das lässt den Betrachter oft desorientiert gegenüber dieser stummen Konstruktion. Wichtig ist zu erfahren, wie diese Arbeit ihre Anwesenheit in der Architektur, in dem Raum behauptet und sie stattfinden lässt.

Die Künstlerin beruft sich auf eine visuelle, räumliche Sensibilität verursacht durch einen intuitiven Umgang. Mit unterschiedlichen Formen der Transparenz und Leichtigkeit erobert sie den Raum ausserhalb unserer Sehgewohnheiten.

Anna Degenkolb
Anna Degenkolb
Wand aus Zucker und Zuckerguss
Anna Degenkolb
Detail
Anna Degenkolb
Detail
Anna Degenkolb
Detail
Anna Degenkolb
Tafel und Grafit
Anna Degenkolb
Tafel und Grafit
Anna Degenkolb
Tuschezeichnung