Zeitgenössische junge Kunst macht es dem Betrachter häufig nicht einfach. Warum auch. Wird eine Erkenntnis, nach längeren Überlegungen, Diskussionen oder auch Auseinandersetzungen gewonnen, scheint sie uns umso wertvoller und wahrer. Genau dieser „arbeitsintensiven“ Kunst hat sich die Galerie écart verschrieben. Hier geht es nicht um den Konsum ästhetisch einwandfreier Kunstwerke, sondern um den Reiz alltäglicher Widersprüche, um den Spieltrieb von Künstler und Betrachter und die Poesie des Moments. Die herausfordernden Arbeiten von namhaften nationalen und internationalen Künstlern wie Anna Degenkolb, Jürgen Heckmanns, Bärbel Hische, Angelika Höger, David Jouin, Dominique Jézéquel, Werner Kavermann, georg klein, Hendrik Spiess, Eva Preckwinkel, Ute Friederike Schernau oder Morio zeigen das Spektrum der Galerie: Malerei und Zeichnungen sind ebenso präsent wie Videokunst, Fotografie und Installationen.
Diese Ausrichtung zeigt sich auch im Namen der Galerie. Das französische Wort „écart“ bedeutet: Spanne zwischen zwei Läufern, abgelegener Ort, Seitensprung. Die Spanne zwischen Objekt und Betrachter versteht man bei écart als Herausforderung und als Möglichkeit, neue Zugänge zu neuen Sichtweisen zu finden. Diskursinteressiert und offen ist die Atmosphäre der Galerie – für Künstler, Kunstliebhaber und Kunstinteressierte gleichermaßen. Seit der Eröffnung im Jahr 2001 hat sich die Galerie mit einem vielfältigen, mutigen und herausfordernden Kunstangebot fest in Osnabrück und weit darüber hinaus etabliert.